Über uns
Schon in meiner Kindheit gehörten immer Hunde zur Familie, vornehmlich als Wachhunde für unser Waldgrundstück. Irgendwann sprach mich meine jetzige Freundin Moni in der Schule an, ob ich nicht mit ihr, ihrem Langhaarschäferhund Anni und meinem Hund zusammen spazieren gehen möchte. Daraus hat siche eine bis heute haltende Freundschaft in allen Lebenslagen entwickelt.
Durch Moni bin ich auch mit 12 Jahren zum Hundesport gekommen und bis heute dabei.
Ich habe seitdem mit verschiedenen Hunden (eigenen und "geborgten" DSH, RS und Mischlingen) weit über 30 Prüfungen abgelegt, von der BH und AD bis zur SchH III und FH III. Einige der Hunde davon sind unter "in memoriam" aufgeführt.
Außerdem habe ich mit meiner Riesenschnauzerhündin Brixy v. Griebnitzsee viele Ausstellungen besucht und drei Würfe RS-Kör- und Leistungszucht gezüchtet.
Im Alter von ca. 13-14 Jahren fand ich in einer Hundezeitschrift aus der BRD (ich glaube, es war eine „Hunderevue“) einen Bericht und ein Bild von einem Groenendael, ein wunderschöner Hund und mit SchH III.
Heute weiß ich, dass das Grillon de la Dune aux Loups, SchH 3,geb. 15. 08.1957 von Frau Erna Bossi aus der Schweiz war (ein Bild von dem Hund habe ich Jahrzehnte im Portmonee gehabt :-), bis mir das Portmonee geklaut wurde). Bei www.working-dog.eu fand ich dann das Bild wieder.
Irgendwann wollte ich unbedingt so einen Hund haben, das war klar. Wir beide (Moni und ich) fanden bald heraus, dass diese Hunde in der DDR nicht gezüchtet wurden. Trotzdem machten wir eine Groenendaelbesitzerin im Grenzgebiet von Berlin ausfindig, die die Hündin - wenn ich mich nicht irre - von Ihrer Schwester aus der Schweiz bekommen hatte, und sich für die Zucht interessierte. Leider wurde daraus nichts, weil zum einen die Hündin nach der 1. Hitze eine Total-OP hatte (Gebärmuttervereiterung) und zum anderen nach den Vorgaben des VKSK (dem damiligen Zuchtverband) zur Neueröffnung eines Zuchtbuches von einer Rasse jeweils fünf Hündinnen und drei Rüden, die zuchtfähig und nicht miteinander verwandt sein durften, vorhanden sein mussten. Also wurde das Thema Groenendael erst mal ad acta gelegt.
Einige Jahre später waren wir in Brno (Brünn) zur internationalen Hundeausstellung und haben dort erstmals Belgier in Natura gesehen. Übrigens spach ich dort - wie ich heute weiß - Herrn Schaller an, der uns sehr geduldig Auskunft über die Belgier gab. Von den Tervueren, die er oder seine Begleitung dabei hatten, waren wir völlig beeindruckt.
Kurz vor der Wende in der DDR fanden sich einige Belgierbegeisterte zusammen und gründeten einen Verein, die spätere Landesgruppe Ost.
Kurz nach den anderen trat auch ich Anfang der 90-er dem DKBS bei, damals noch mit unserem Riesenschnauzer Brixy und dann später RS Vicky sorgten immer für Leben unter den Belgiern, waren aber beide sehr belgierfreundlich und bei vielen Treffen der LG Ost dabei.
Unabhängig davon habe ich bei fast allen Ausstellungen in Leipzig bis 2010 im Ring geschrieben oder war Ringhelfer, ein anstrengender, aber schöner Job: besser kann man anatomische Kenntnisse über eine Rasse wahrscheinlich nicht bekommen, als im direkten Kontakt mit verschiedenen Richtern.
Irgend etwas kam immer dazwischen, dass ich noch keinen Belgier hatte. Aber ich hatte mich im Laufe der Jahre ja gut über das Wesen dieser Rasse informieren können. Zwischen Riesenschnauzern und Belgiern liegen da Welten! Inzwischen hatte ich auch die anderen Varietäten der Belgier kennengelernt und hätte mich außer für den Groeni auch für einen Laeken oder einen Tervueren begeistern können. Ich habe immer gesagt: es muss einfach passen, ob Welpe oder größerer Hund ist da eher nebensächlich.
Letztendlich habe ich nun Moni meinen Tervueren zu verdanken, sie hat das ganz clever eingefädelt: Moni wußte, dass in Berlin evtl. ein kleiner TV abzugeben war, der nicht so ganz den Vorstellungen seiner Besitzer entsprach. Also kam der mitsamt seinen Leuten ganz zufällig zu einem Agility-Turnier in Berlin, dass ich als Besucher anschauen wollte. Als ich Dargo sah war es sofort um mich geschehen: dem kleinen Kerl konnte ich einfach nicht widerstehen, es war Liebe auf den ersten Blick, beidseitig, würde ich sagen :-)
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Diesen Augen kann man doch nicht widerstehen, oder? Einen Belgier an der Leine, tolles Gefühl!
Lange Rede, kurzer Sinn: drei Wochen später bin ich mit Moni wieder nach Berlin und habe Dargo zu uns geholt und das noch keine Minute bereut. Danke Moni, für deine Hilfe!
Er ist ein ganz toller Hund und hat seine anfänglichen Unsicherheiten fast vollständig überwunden. Seine Sensibilität im alltäglichen Zusammenleben weiß ich inzwischen durchaus zu schätzen, nach 25 Jahren mit eher "trampligen" Riesenschnauzern ist das ein ganz anderes Wesen.
Von unserer Vicky wurde der Jungspund ganz lieb unter die Fittiche genommen, und als die Hündin knapp ein halbes Jahr später völlig überraschend starb war Dargo erst mall völlig orientierungslos und genauso traurig wie wir.
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Inzwischen hat er seinen Platz bei uns gefunden und weiß recht wohl, was er will.
Letztens fand ich folgendes Zitat, was wohl hier vollkommen zutrifft:
Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet.
Marylin Monroe